Die Haut im Gleichgewicht

Mit einer Oberfläche von bis zu zwei Quadratmetern ist die Haut unser größtes Sinnesorgan und unser Schutzschild nach außen. Sie schützt uns vor schädlichen Bakterien, Hitze und Kälte, vor dem Austrocknen und vor UV-Strahlen.

Die Haut als Spiegel der Seele

Mit ihren mehreren Millionen Nervenrezeptoren bildet sie den Übergang zwischen Innen- und Außenwelt. Damit können wir über die Haut die verschiedensten Dinge ertasten und auch Schmerzen fühlen. Bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut liegen diese Nerven buchstäblich blank: Wenn „innen“ etwas nicht in Ordnung ist, werden die Missstände über die Haut nach außen sichtbar. Daher kommt auch die Redewendung „die Haut ist der Spiegel der Seele“.

Immer mehr Menschen leiden unter einer sensiblen und überempfindlichen Haut. Eine intakte Hautbarriere schützt vor Feuchtigkeitsverlust, Rötungen und Unreinheiten. Für Hautrötungen sowie irritierte und trockene Stellen ist oft die Verwendung von zu aggressiven Reinigungs- und Pflegeprodukten verantwortlich.

Je sensibler das Organ ist, desto schneller und stärker reagiert es auf verschiedene Faktoren. Dazu gehören einerseits äußere Einflüsse wie starke Temperaturschwankungen, andererseits spielen auch innere Faktoren wie ein geschwächtes Immunsystem eine Rolle – Dinge, die für eine normale und gesunde Haut überhaupt kein Problem darstellen.

Ursachen für empfindliche Haut

Welchen Hauttyp ein Mensch besitzt, ist zum einen Teil genetisch bedingt und zum anderen Teil „hausgemacht“. Wenn Sie Ihre Haut verschiedenen Umwelteinflüssen wie starker Hitze, zu viel UV-Strahlung oder extremer Kälte zu stark und zu oft aussetzen, reagiert sie zunehmend sensibel darauf. Zudem verschlechtern ein ungesunder Lebensstil – geprägt von andauerndem Stress, Schlafmangel, falscher Ernährung, zu viel Alkohol und Nikotin – sowie aggressive Pflegeprodukte, das Hautbild.

Die Haut befindet sich irgendwann in permanenter Alarmbereitschaft und reagiert schon bei kleinsten Reizen mit Rötungen, Juckreiz oder Pickeln. Das Phänomen betrifft Menschen jeden Alters. Je älter die Haut jedoch wird, desto dünner, sensibler und empfindlicher wird sie. Da die Stoffwechselprozesse im Körper im Laufe der Jahre langsamer werden, verliert die Haut an Feuchtigkeit. Sie wird immer trockener und reagiert dadurch noch schneller und gereizter auf äußere Einflüsse.