
01 Jan. Wie gesund ist Fasten?
Der zeitlich begrenzte Verzicht auf Nahrung wird seit Jahrtausenden in fast allen Religionen und Kulturen praktiziert. Man verspricht sich davon eine Reinigung von Körper und Psyche – und auch heilsame Prozesse sollen dadurch angestoßen werden. Richtig durchgeführt bleibt man während einer Fastenkur leistungsfähig und verspürt wenig bis kein Hungergefühl.
Heilfasten ist also ein ganzheitliches Verfahren, das von einer reinen Kalorienrestriktion abzugrenzen ist, bei welcher die tägliche Kalorienzufuhr um 20–40 % reduziert wird, allerdings weiterhin regelmäßig Mahlzeiten eingenommen werden. Richtig angewandtes Heilfasten hat zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit. Fasten kann allerdings auch mit Risiken verbunden sein und in gewissen Situationen schwerwiegende Folgen haben.
Vor dem Fasten, besonders beim Heilfasten, sollte man immer Rücksprache mit einem Arzt halten, da der Körper eine Umstellung durchmacht und Muskelmasse abbauen kann.
Beim Heilfasten ist meist nur Wasser, Tee, verdünnte Säfte und Gemüsebrühe erlaubt. Es dient der Reinigung, kann Entzündungen hemmen, die Leber entfetten und die Fettverbrennung anregen, indem der Körper auf seine eigenen Energiereserven umstellt (metabolischer Switch). Traditionell wird es von medizinischem Fachpersonal begleitet und beinhaltet Vorbereitungs-, Fasten- und Aufbautage, um den Organismus sanft an die Umstellung zu gewöhnen und einen gesünderen Lebensstil zu fördern.
Intervallfasten ist eine Ernährungsform, bei der sich Essens- und Fastenphasen abwechseln, wobei der Fokus nicht unbedingt auf der Lebensmittelauswahl liegt, es kann helfen, Gewicht zu verlieren und den Stoffwechsel zu verbessern, indem der Körper seine Fettreserven als Energiequelle nutzt. Beliebte Methoden sind das 16:8-Modell (16 Stunden fasten, 8 Stunden essen, z.B. von 12-20 Uhr) oder auch der 5:2-Ansatz (5 Tage normal essen, 2 Tage kalorienreduziert fasten). Während der Fastenphasen sind nur kalorienfreie Getränke wie Wasser oder ungesüßter Tee erlaubt.
Saftfasten oder Saftkur ist eine sanfte Fastenmethode, bei der man für eine begrenzte Zeit feste Nahrung durch frische Obst- und Gemüsesäfte, Wasser, Kräutertees und Gemüsebrühe ersetzt, um den Körper zu entlasten und mit Nährstoffen zu versorgen, ohne auf alles zu verzichten. Ziel ist es, den Stoffwechsel zu entlasten und den Körper zu „reinigen“, wobei man gleichzeitig Vitamine, Mineralstoffe und Flüssigkeit aufnimmt, aber Ballaststoffe, Koffein und Zucker meidet